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Präsentation des längsten Schals von Oberhelfenschwil

Oberhelfenschwil - Es ist zwar kein Weltrekord, aber das Pflege- und Kurhaus Dorfplatz hat mit einer Länge von 175 Metern den längsten Schal von Oberhelfenschwil gestrickt. Er wiegt 29 Kilo.

Der Heimleiter vom Dorfplatz, Jens Gundelach, bedankt sich bei allen Beteiligten.

175-Meter-Schal wurde in den Katakomben aufgehängt.

Toni Hässig, Gemeindepräsident von Oberhelfenschwil.

Hier geht's zum TVO-Beitrag >.

 

Bericht und Bilder von Urs M. Hemm, erschienen im Tagblatt vom 17. März 2022 >:

 

Bewohnende des Pflege- und Kurhauses Dorfplatz Liebenau, Mitarbeitende, Angehörige und auch Gemeindepräsident Toni Hässig liessen sich die Gelegenheit nicht entgehen, Oberhelfenschwils längsten Schal zu bewundern, der seit Mittwoch in den Katakomben des Dorfplatzes aufgehängt ist.

Rund 60 Personen aus nah und fern beteiligten sich an der Aktion und strickten gemeinsam einen Schal, der in der Endabrechnung 175 Meter misst. «Ich bin in Kontakt mit dem Guinnessbuch der Weltrekorde, um den längsten Schal von Oberhelfenschwil anzumelden. Zum längsten Schal der Welt haben wir es aber nicht geschafft – der misst nämlich 4,8 Kilometer», sagte Jens Gundelach, Leiter des Pflege- und Kurhauses Dorfplatz Liebenau.

 

Schal entspricht 290 Paar Socken

 

Jens Gundelach bedankte sich für die zahlreichen Spenden an Wolle und zeigte gleich in Zahlen auf, welche Menge «verlismet» wurde: «Der Schal wiegt insgesamt 29 Kilo, was in etwa 580 Wollenknäueln à 50 Gramm und in etwa 290 Paar Socken entspricht.» Es sei also eine herausragende Leistung, die vollbracht wurde. Dies sei aber nie das Ziel gewesen. «Wir haben mit dieser Aktion die Heimbewohner näher an das Dorf gebracht, wir haben die Heimbewohner, das Wichtigste, näher zusammengebracht, wir haben etwas für die geistige Fitness gemacht und wir haben natürlich etwas für die Fingerfertigkeit getan.»

 

Diese Aktion sei ein gutes Beispiel dafür, dass Menschen im Heim nicht nur dasitzen, ihnen selbst überlassen sind und vergessen werden, sondern dass sie nach bestem Wissen und Gewissen gemäss ihren Fähigkeiten unterstützt und animiert werden, sich zu beteiligen.

 

Kultur, Brauchtum, aber modern

 

Jede Bewohnerin, jeder Bewohner, alle Beteiligten hätten einen wichtigen Beitrag an diesem Projekt. Dennoch habe es einige gegeben, die mit ihrem Einsatz Ausserordentliches geleistet haben. Einen kleinen Preis bekamen diejenigen, die neun Meter oder mehr gestrickt haben. Oben hinaus schwang, mit einer Schallänge von 22 Metern, Beata Stillhart aus Oberhelfenschwil, die die Zweitplatzierte um elf Meter distanzierte.

 

Der Oberhelfenschwiler Gemeindepräsident Toni Hässig betonte, dass das mediale Interesse dieser Aktion einerseits gut für den Dorfplatz als Institution sei, anderseits aber auch gut für die Gemeinde. «Stricken ist Kultur, es ist Brauchtum, aber auch modern. So ist etwas Verbindendes für das Dorf entstanden, wovon noch lange geredet werden wird.»