Neben Grüssen, Musikwünschen und dem bewährten Sendekonzept standen diesmal vor allem die Menschen und ihre Geschichten im Mittelpunkt. Moderator Stefan Häseli führte durch eine abwechslungsreiche Sendung, die sowohl die Bewohnenden als auch die zahlreichen Gäste in der voll besetzten Neckertaler Gaststube begeisterte.
Wenn Lebensgeschichten zu Radioerlebnissen werden
Im Interview mit Institutionsleiter Roman Strübi erhielten die Zuhörenden spannende Einblicke in den Alltag der Liebenau Neckertal. Noch persönlicher wurde es bei den Erzählungen der Bewohnerinnen und Bewohner, die das Publikum mitnahmen auf eine Reise durch bewegte Lebensgeschichten.
99 Jahre Lebenserfahrung und ein Schafhirt mit 500 Schafen
Besonders eindrücklich waren die Gespräche mit den Bewohnenden der Institution Liebenau Neckertal. Frau Dätwyler, ehemalige Kindergärtnerin berichtete über das Generationenprojekt im Neckertal und zeigte auf, wie wertvoll der Austausch zwischen Jung und Alt ist.
Herr Näf, 99-jähriger Bewohner, alt Kantonsrat, Oberst im Militär, Ausbildungsleiter bei Bühler und Kadermitarbeiter der Swissair, nahm das Publikum mit auf eine spannende Reise durch sein langes und ereignisreiches Leben.
Für viele Lacher sorgte Herr Kollegger. Der einstige Fahrende und Hausierer wechselte später die berufliche Richtung und wurde Schafhirt von 500 Schafen. Mit seinen humorvollen und lebendig erzählten Anekdoten zog er das Publikum in seinen Bann.
Vätergeschichten am Tag nach dem Vatertag
Einen weiteren spannenden Programmpunkt gestaltete Marcel Kräutli vom “Forum Mann” mit seinen Vätergeschichten. Passend zum Tag nach dem Vatertag bot sein Beitrag interessante Einblicke und sorgte für zahlreiche Gesprächsanstösse.
Beste Stimmung
Bewohnende, Angehörige, Gäste aus dem Dorf sowie Reto Geiger Geschäftsführer der Liebenau Schweiz, Rouven Rüegger Präsident der Heimkommission und Gemeinderat Neckertal und der Präsident des Verwaltungsrates der Liebenau Schweiz Thomas Häseli verfolgten die Sendung live vor Ort. Die Stimmung in der Neckerstube war gelöst und leicht: Es wurde gelacht, applaudiert und mit Kaffee und Kuchen gemeinsam gefeiert.
Von Brunnadern bis nach Spanien
Dass Radio ü65 immer grössere Kreise zieht, zeigte sich auch bei den Rückmeldungen der Zuhörenden. Die Sendung wurde nicht nur im ganzen Kanton mitverfolgt, sondern erreichte sogar Hörerinnen und Hörer in Spanien. In einer Dankesmail aus Monforte de Lemos hiess es: «Herzlichen Dank für die sympathische Stimme aus Brunnadern.»
Ein Projekt mit wachsender Strahlkraft
Radio ü65 erfreut sich bei Bewohnenden von Altersinstitutionen, Mitarbeitenden, Angehörigen und vielen weiteren Interessierten zunehmender Beliebtheit. Darüber freut sich Moderator Stefan Häseli besonders: «Es ist schön zu sehen, dass unser Projekt so viel Freude und Anklang findet. Das spürt man vor Ort, in den Feedbacks und natürlich auch anhand der Streamingzahlen.»